W – wie Wurm

„Der Drahtwurm im Mais – Erkennen und Bekämpfe.“ 

Die unauffällige, langjährige Entwicklung der Drahtwürmer
Der Drahtwurm ist ein gefürchteter Schädling im Maisanbau und kann erhebliche Schäden verursachen. Die Larven des Saatschnellkäfers sind für die Fraßschäden am Saatgut oder Keimling der Maispflanzen verantwortlich, was zu mangelndem Feldaufgang, lückigen Beständen und sogar Totalausfällen führen kann. Die Larven verbleiben bis zu fünf Jahre im Boden und durchlaufen während dieser Zeit mehrere Entwicklungsstadien.

Die Käfer legen ihre Eier zwischen Frühjahr und Frühsommer ab. Die Larven schlüpfen nach vier bis sechs Wochen. Der Entwicklungszyklus der Drahtwürmer beträgt – je nach Witterung – drei bis sechs Jahre. Besonders gefährdet sind Flächen nach Grünlandumbruch, da die Käfer zur Eiablage Flächen mit einer schützenden Pflanzendecke bevorzugen. Somit sind auch fünf bis sechs Jahre nach Grünlandumbruch noch Schäden möglich. 

Langfristige Bedrohung: Die Auswirkungen des Drahtwurms über mehrere Jahre
Anzeichen für einen Drahtwurmbefall sind welke Blätter der Pflanze und ein gestopptes Wachstum. Die Schädlinge fressen sich vor allem unterirdisch durch Wurzeln, Keimlinge und junge Pflanzenteile. Die Bodenbearbeitung kann bei der Bekämpfung hilfreich sein, indem eine ausreichende Abtrocknung des Oberbodens erfolgt, die Junglarven und Eier austrocknet. Zudem ist eine geeignete Fruchtfolge wichtig, um einem Drahtwurmbefall vorzubeugen. 

Drahtwurmbekämpfung
Zur Bekämpfung von Drahtwürmern stehen kaum Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Eine gute Möglichkeit ist die Saatgutbeizung. Auch mit Kalkstickstoff wurden Versuche zur Drahtwurmbekämpfung durchgeführt, doch konnte nur eine Teilwirkung erzielt werden. Bei der Ausbringung sollte darauf geachtet werden, dass er breitflächig verteilt und flach eingearbeitet wird. Ein Einsatz im Unterfußdünger ist hingegen nicht zu empfehlen. 

Effektiver Schutz: Unser Saatgut ist gegen Drahtwürmer gebeizt.