Düngung im Maisanbau

Mais ist ein Starkzehrer und benötigt eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung für hohe Erträge. Eine fundierte Bodenanalyse ist die Grundlage jeder Düngungsplanung. Besonders in der frühen Jugendentwicklung darf kein Nährstoffmangel auftreten – denn die Anlage der Kornreihen erfolgt bereits zwischen dem 4. und 9. Blattstadium.

Seiteninhalt Stickstoff – der Wachstumsmotor
Stickstoff wird für ein optimales Wachstum und maximale Trockensubstanz-Erträge in großen Mengen benötigt. Gemäß Düngeverordnung liegt der N-Bedarfswert für Mais bei 200 kg N/ha. Die Hauptaufnahme erfolgt zwischen dem 6-Blattstadium und der Blüte. Eine Unterfußdüngung mit 30–50 kg N/ha deckt den Bedarf der jungen Pflanze bis zum 5-Blattstadium zuverlässig ab.

Phosphor – Turbo für die Jugendentwicklung
Phosphor ist für die frühe Wurzelbildung entscheidend. Die Unterfußdüngung hat sich als Standard etabliert: 5 cm neben und 5 cm unter dem Saatkorn, maximal 30 – 50 kg P2O5/ha in wasserlöslicher Form (z. B. DAP). Höhere Mengen können die Wurzelentwicklung hemmen.

Kalium – der unterschätzte Trockenschützer
Kalium wird vom Mais in fast ebenso großen Mengen aufgenommen wie Stickstoff (ca. 200 kg K2O/ha). Es reguliert die Öffnung der Spaltöffnungen (Stomata) und steuert damit maßgeblich den Wasserhaushalt. Eine gute Kaliumversorgung stärkt das Wurzelsystem und verbessert die Wasseraufnahme aus tieferen Bodenschichten – ein direkter Beitrag zur Trockentoleranz.

 


Unsere Sorten im Überblick

MEDUSA (RZ S 220 / K 230):
Sehr schnelle Jugendentwicklung (8/10) – profitiert besonders von der Unterfußdüngung. Stärkegehalt bis 35,8 % bei optimaler Nährstoffversorgung. NEL: 6,75 MJ/kg TM.

ROCKSTAR (RZ S 250/260 / K 250):
Schnellstarter (9/10) – nutzt früh verfügbare Nährstoffe optimal. Bei 100.000 Pfl./ha und guter N-Versorgung: 245 dt/ha TM (in der Dichte-Analyse), 75,2 dt/ha Stärke.

MEGALODON (RZ S 260/270 / K 265):
Großrahmiger Typ mit hohem Nährstoffbedarf. Bei optimaler Versorgung und 80.000 Pfl./ha: 218,7 dt/ha TM, NEL 6,76 MJ/kg – höchste Energiekonzentration im Vergleich.



Praxistipp

Schwefel nicht vergessen: Schwefel verbessert die Stickstoffausnutzung signifikant. Auf Standorten mit bekanntem S-Mangel lohnt sich eine kombinierte N+S-Düngung. Lassen Sie alle 3–4 Jahre eine Bodenanalyse durchführen.