Energiemais für Biogasanlagen: Maximale Methanausbeute pro Hektar
Mais ist das unangefochtene Rückgrat der landwirtschaftlichen Biogaserzeugung in Mitteleuropa. Keine andere Kulturpflanze bietet eine derart effiziente Kombination aus enormer Biomasseproduktion, hohem Energiegehalt und unkomplizierter Konservierung (Silierung). Um die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage zu sichern, reicht es jedoch nicht aus, einfach „viel Masse“ zu ernten. Entscheidend ist der Methanertrag pro Hektar – und dieser wird durch das komplexe Zusammenspiel von Trockenmasseertrag und spezifischer Gasausbeute bestimmt.
Die zwei Säulen des Methanertrags
Der Methanertrag eines Maisbestandes berechnet sich aus dem Gesamttrockenmasseertrag (GTM) multipliziert mit der spezifischen Methanausbeute des Substrats (Normliter Methan pro Kilogramm organische Trockensubstanz).
- Der Kolben (Stärke): Der Maiskolben ist das energetische Kraftwerk der Pflanze. Die darin enthaltene Stärke lässt sich im Fermenter der Biogasanlage nahezu vollständig und extrem schnell zu Biogas (Methan und CO2) abbauen. Grundsätzlich gilt: Ein hoher Kolbenanteil garantiert eine hohe spezifische Gasausbeute.
- Die Restpflanze (Faser): Die Restpflanze (Stängel, Blätter) liefert die notwendige Masse (GTM). Ihre Energieausbeute hängt jedoch massiv von der Verdaulichkeit der Faserfraktionen (Cellulose, Hemicellulose) ab. Stark verholzte (lignifizierte) Stängel können von den methanogenen Bakterien im Fermenter nur unzureichend aufgeschlossen werden.