O – wie organische Düngemittel

Kreislaufwirtschaft im Acker: „Organische Düngemittel schaffen nachhaltige Lösungen für den Maisanbau!“

Die Wirkweise organischer Düngemittel im Maisanbau: „Langsam, aber effizient“ Organische Düngemittel im Maisanbau, wie Komposte, Klärschlämme, Gärreste aus Biogasanlagen und Wirtschaftsdünger (wie Gülle, Mist und Jauche), enthalten eine Vielzahl von Haupt- und Spurennährstoffen, die größtenteils in organischen Molekülen vorliegen. Im Gegensatz zu mineralischen Düngemitteln müssen die organisch gebundenen Nährstoffe vor der Aufnahme in die Pflanze durch Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen im Boden in pflanzenverfügbare Formen umgesetzt werden. Dadurch wirken organische Düngemittel in Bezug auf die Nährstoffversorgung der Pflanze meist langsamer. 

Effektive Nährstoffnutzung von Wirtschaftsdünger im Maisanbau
Insbesondere im Maisanbau können die Nährstoffe aus Wirtschaftsdünger effektiv von den Maispflanzen verwertet werden. Sofern im Betrieb verrotteter Mist vorhanden ist, kann dieser vor einer Bodenbearbeitung ausgebracht und oberflächlich eingearbeitet werden. Jedoch sollte die Ausbringung von Rindermist insgesamt 20 t/ha nicht überschreiten, da der Stickstoff sonst nicht optimal vom Boden genutzt wird und die Nährstoffe vom Mais nicht vollständig aufgenommen werden. 

Zeitpunkt ist entscheidend: Gülleausbringung unmittelbar vor der Saat
Die Ausbringung von Gülle ist unmittelbar vor der Saat möglich, wobei etwa 25 m3/ha empfohlen werden. Zudem kann eine zusätzliche Ausbringung von Gülle als Kopfdüngung erfolgen, sobald der Mais eine Wuchshöhe von 10 Zentimetern erreicht hat. 

Saattechnik entscheidet: Die perfekte Düngemenge für unterschiedliche Maisanbauverfahren
Die richtige Düngemenge und -zeitpunkt hängen von der verwendeten Saattechnik ab. Bei gepflügten Flächen mit guter Bodenstruktur reicht oft die Mineralisierung aus dem Boden aus. Bei Direktsaat ist es jedoch ratsam, zwischen 30 und 40 kg/ha Stickstoff zu düngen, um beste Ergebnisse zu erzielen, insbesondere durch Unterfußdüngung (Interner LINK). Empfohlen wird eine Schwerpunktdüngung zu Beginn der Wachstumsphase, etwa im Sechsblattstadium, mit circa 80 bis 100 Kilogramm Stickstoff, abhängig vom Nmin-Gehalt im Boden. 

Durch eine sorgfältige Auswahl und Dosierung der organischen Düngemittel sowie die Berücksichtigung der individuellen Bodenbedingungen kann eine nachhaltige und effiziente Düngung im Maisanbau erreicht werden.