Pflanzenschutz im Mais:
Schädlinge und Krankheiten im Griff behalten
Der Maisanbau in Mitteleuropa galt lange Zeit als pflanzenschutzlich unproblematisch. Doch durch den intensiven Anbau, veränderte Fruchtfolgen und den Klimawandel hat der Druck durch tierische Schaderreger und pilzliche Krankheiten in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein integriertes Pflanzenschutzkonzept, das ackerbauliche Maßnahmen, Sortenwahl und gezielte Behandlungen kombiniert, ist heute unerlässlich für die Ertragssicherung.
Tierische Schaderreger:
Die Hauptfeinde des Maises
Die Liste der Insekten, die den Mais vom Keimling bis zum Kolben bedrohen, wird länger. Die Bekämpfungsstrategien müssen dabei die Biologie der Schädlinge genau berücksichtigen.
Der Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)
Der Maiszünsler ist der wirtschaftlich bedeutendste Schädling im europäischen Maisanbau. Die Larven bohren sich in den Stängel und fressen sich durch das Mark. Die Folgen sind gravierend: Die Nährstoff- und Wasserversorgung des Kolbens wird unterbrochen (Ertragsverlust), die Pflanzen knicken bei Wind leicht um (Stängelbruch), und die Fraßgänge dienen als Eintrittspforten für Fusariumpilze.
Bekämpfung:
- Ackerbaulich: Tiefes Mulchen und sauberes Einarbeiten der Maisstoppeln im Herbst zerstört die Überwinterungsquartiere der Larven.
- Biologisch: Der Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen, die ihre Eier in die Gelege des Zünslers ablegen, ist hochwirksam.
- Chemisch: Insektizideinsatz nach Warndienstaufruf (meist Ende Juni/Anfang Juli).