Fruchtfolge mit Mais

Mais verträgt zwar Selbstfolge besser als viele andere Kulturen, profitiert aber deutlich von einer abwechslungsreichen Fruchtfolge. Fruchtfolgeeffekte beeinflussen Erträge, Schädlingsdruck und Bodengesundheit erheblich.

Vorfruchtwert und Selbstfolge
Mais nach Mais (Selbstfolge) ist in Deutschland weit verbreitet, birgt aber Risiken: Anstieg von Maiswurzelbohrer-Populationen, erhöhter Fusarium-Druck und Verschlechterung der Bodenstruktur. Bereits eine einjährige Unterbrechung durch Winterweizen, Raps oder Zuckerrüben reduziert diese Risiken erheblich.

Mais als Vorfrucht
Mais hinterlässt große Mengen an Ernterückständen, die langsam abgebaut werden und als Infektionsquelle für Fusarium-Pilze dienen können. Eine gute Einarbeitung der Ernterückstände und ggf. ein Strohabbau-Präparat können das Infektionsrisiko für die Folgekultur reduzieren.

Fruchtfolge und Diabrotica
In Regionen mit Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera) ist eine Fruchtfolge mit mindestens einem Nicht-Mais-Jahr die wichtigste Bekämpfungsmaßnahme. Der Käfer legt seine Eier bevorzugt in Maisfelder, und die Larven können nur in Mais überleben. Ein Fruchtwechsel unterbricht den Lebenszyklus effektiv.

 


Unsere Sorten im Überblick

MEDUSA (RZ S 220 / K 230):
Fusarium-Note 2 (sehr gut) – besonders geeignet für Selbstfolge-Situationen mit erhöhtem Fusarium-Druck. 0 % Lager in Versuchen 2025 – gesunde Stängel erleichtern die Einarbeitung der Ernterückstände.

ROCKSTAR (RZ S 250/260 / K 250):
Starke Resistenzeigenschaften für gesunde Bestände. Gute Eignung für Fruchtfolgen mit Biogas-Mais, da hohe Biomasseerträge auch bei Vorfrucht Mais erreichbar sind.

MEGALODON (RZ S 260/270 / K 265):
Stängelfäule-Resistenz gut – reduziert Infektionsdruck für Folgekulturen. HTR-Toleranz schützt auch in Mais-Mais-Folgen vor Blattdürre-Epidemien.



Praxistipp

Planen Sie Ihre Fruchtfolge langfristig. In Diabrotica-Befallsgebieten ist Mais-Mais-Folge wirtschaftlich nicht mehr empfehlenswert. Sorten mit guter Fusarium-Resistenz wie MEDUSA reduzieren das Risiko in unvermeidbaren Selbstfolge-Situationen.